3. SPD-Spie­ker­ge­spräch

DSC_0694“Land­wirt­schaft ernährt uns und ist ein wich­ti­ger Wirt­schafts­fak­tor, auch für unse­re Regi­on. Wel­chen Her­aus­for­de­run­gen sich die Land­wirt­schaft heu­te stel­len muss, war The­ma der inter­es­san­ten Dis­kus­si­on im Spie­ker”, beschreibt SPD-Vor­sit­zen­de Bea­te Plie­te das drit­te Spie­ker­ge­spräch der SPD in Hal­tern am See.

Kreis­land­wirt Georg Schul­te-Alt­hoff aus Flaes­heim war Refe­rent des Abends. Außer­dem waren noch meh­re­re Land­wirts­kol­le­gen zum Gespräch erschie­nen. In sei­nem Bei­trag erläu­ter­te Schul­te-Alt­hoff die Situa­ti­on für Acker­bau­ern und Vieh­züch­ter — von der Fer­kel­zucht und Schwei­ne­mast, Getrei­de­an­bau, bis zur Forst- und Milch­wirt­schaft. Stren­ge gesetz­li­che Rege­lun­gen gel­ten zum Bei­spiel für den Ein­satz von Medi­ka­men­ten. Alles muss streng doku­men­tiert wer­den. Heu­te regelt oft der Preis die Nach­fra­ge. Klei­ne­re Betrie­be sind kaum noch wirt­schaft­lich zu füh­ren. Die EU- För­der­ku­lis­se habe sich wesent­lich geän­dert. “Inter­es­sant fan­den die Gesprächs­teil­neh­mer den Hin­weis auf das “Tier­wohl-Ange­bot”, erklärt der Mode­ra­tor des Abends, Cle­mens Oex­mann, “Tier­wohl ist eine Koope­ra­ti­on des Ein­zel­han­dels mit der Land­wirt­schafts­kam­mer. Fleisch­pro­duk­te kön­nen zu einem etwas teu­re­ren Preis an der Fleisch­the­ke gekauft wer­den. Die Land­wir­te, die bei Tier­wohl mit­ma­chen, haben sich zu guten Stan­dards in der Tier­hal­tung ver­pflich­tet.” “Das ist eine gute Sache, die wir unbe­dingt unter­stüt­zen wol­len” , erklärt auch der stv. Par­tei­vor­sit­zen­de Dr. Ste­fan Cassone.

Die Welt­be­völ­ke­rung wächst, der Bedarf an Lebens­mit­teln (dt. Milch­pul­ver sei in Chi­na sehr gefragt) wird grö­ßer, dabei die zur Ver­fü­gung ste­hen­de Flä­che immer weni­ger. Kri­tik kam aus der Land­wirt­schaft für die Nut­zung vom guten Acker­land als Aus­gleichs­flä­che für Bau­maß­nah­men. Der new­park als Flä­che für Indus­trie­an­sied­lung wür­de bei fest­ge­stell­tem Bedarf unter­stützt, da die Regi­on Arbeits­plät­ze brauche.

Vor­sit­zen­de Bea­te Plie­te resü­mier­te zum Abschluss des Abends: “Vie­le neue Aspek­te kamen zur Spra­che. Für mich steht fest, dass wir alle bewuss­ter mit Lebens­mit­teln umge­hen soll­ten. Ich wer­de auch mein Ein­kaufs- und Ver­brau­cher­ver­hal­ten kon­trol­lie­ren. SPD und Land­wir­te wer­den den begon­ne­nen Dia­log auf jeden Fall fortsetzen!”

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