Aufbruchstimmung bei der Mitgliederversammlung
Haltern am See– Der älteste SPD-Ortsverein Deutschlands hat nun wohl einen der jüngsten Vorstände des Landes. Bei der Mitgliederversammlung der SPD Haltern am See wurde am Mittwochabend ein neuer Vorstand gewählt – und das einstimmig in allen Positionen. Die Versammlung stand spürbar im Zeichen des Aufbruchs.
Dank an die scheidende Führung
Zu Beginn würdigten die Mitglieder den Einsatz der bisherigen kommissarischen Vorsitzenden Oliver Gerdes und Miriam Breuckmann. Beide hatten die SPD durch ein intensives Jahr geführt, insbesondere durch den Kommunalwahlkampf.
Ein Vorstand, der die Altersstruktur auf den Kopf stellt
Die anschließenden Vorstandswahlen sorgten für ein bemerkenswerte Ergebnisse: Der neue Vorsitzende Ben Brinkmann ist gerade einmal 20 Jahre alt. Ihm zur Seite stehen seine stellvertretenden Vorsitzenden Lina Steinert, ebenfalls 20, und Jan Bottmer, 27 Jahre alt.
Weitere Vorstandsmitglieder sind: Michael Heinrich (Finanzen), Dieter Schmitz (STV); Gregor Husmann (Schriftführung), Julian Pliete (STV) sowie Oliver Gerdes, Franz-Josef Hauke, Volker Klose, Melanie Kubik und Stefanie Wesselny als BeisitzerInnen.
Zu den ersten Gratulanten gehörten die hiesige Landtagsabgeordnete Sandy Meinhardt und Takis Mehmet Ali, Landesrat für Soziales beim LWL sowie Fraktionsvorsitzende Beate Pliete.
„Wohnen ist die Frage der Zeit“
In seiner Rede an die Mitglieder setzte Ben Brinkmann klare inhaltliche Akzente. Er betonte vor allem die sozialen Herausforderungen in der Stadt: „Wohnen ist die soziale Frage unserer Zeit […]. Wohnen ist keine Ware wie jede andere, Wohnen ist Lebensqualität.“
Auch die Rolle der Jugend hob er hervor:„Wir müssen die Jugend stärker hören, denn sie ist unsere Zukunft – auch unsere demokratische.“ Zudem machte Brinkmann deutlich, wie er die SPD künftig positionieren möchte: „Die SPD soll pragmatisch, lösungsorientiert und nah an den Fleißigen unserer Stadt sein!“ Zum Abschluss formulierte er einen Anspruch an sich selbst und sein Team: „Fortschritt braucht Engagement, Mut und Verantwortung.“ Mehr Präsenz, mehr Dialog, mehr Orientierung.”
Der neue Vorstand kündigte an, die Mitglieder stärker einzubinden und die Präsenz im Stadtleben zu erhöhen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen wieder klar erkennen können, wofür die SPD in der Seestadt steht – politisch, sozial und gesellschaftlich. Mit einem so jungen Vorstand und einem klaren Bekenntnis zu sozialer Verantwortung und lokaler Verankerung startet die SPD in eine neue Phase. Die Aufbruchstimmung war an diesem Abend deutlich spürbar.
Text: Stefanie Wesselny