Mal wie­der ver­zö­gert sich die geplan­te Bau­maß­nah­me an der K16n in Sythen. Seit Jahr­zehn­ten war­tet Hal­terns größ­ter Orts­teil auf eine Unter­füh­rung der Bahn­li­nie am Schal­weg. Noch im Novem­ber 2024 hat­te Land­rat Bodo Klim­pel per­sön­lich die Maß­nah­me im Hal­ter­ner Stadt­ent­wick­lungs­aus­schuss für 2026/27 angekündigt. 

Doch anschei­nend hat man die Rech­nung ohne die Bahn gemacht! Die kün­dig­te nun­mehr an, die für 2027 geplan­te Sperr­zeit auf 2030 zu ver­schie­ben. Damit kann die Kreis­stra­ße inklu­si­ve Unter­füh­rung nicht gebaut wer­den. Spie­len die Inter­es­sen des bevöl­ke­rungs­größ­ten Krei­ses Reck­ling­hau­sen und die Stadt Hal­tern am See kei­ne Rol­le bei der Bahn?

Bahnübergang in Sythen

Daher hat sich unse­re SPD-Frak­ti­ons­vor­sit­zen­de Bea­te Plie­te nun in einem Schrei­ben an Land­rat Klim­pel und Bür­ger­meis­ter Ste­ge­mann gewandt. Wir ver­öf­fent­li­chen hier den Wort­laut des Schreibens:

…im Namen der SPD-Frak­ti­on Hal­tern am See möch­ten wir unse­re Besorg­nis und unse­ren Unmut über die aktu­el­le Situa­ti­on bezüg­lich der Pla­nun­gen zur Kreis­stra­ße K 16n zum Aus­druck brin­gen. In der Prä­sen­ta­ti­on am 21.11.2024 in der Sit­zung des Stadt­ent­wick­lungs­aus­schus­ses durch Sie, Herr Land­rat Klim­pel, als auch Herrn Uhlen­b­rock, Fach­dienst­lei­ter Tief­bau des Krei­ses Reck­ling­hau­sen, wur­de klar, dass die alten Ent­wür­fe, die dem Plan­fest­stel­lungs­be­schluss aus dem Jahr 2001 zugrun­de lagen, über­ar­bei­tet wur­den, um den heu­ti­gen Richt­li­ni­en und Bedürf­nis­senn­ge­recht zu wer­den. Dabei wur­den wich­ti­ge Maß­nah­men zur Schaf­fung der Bar­rie­re­frei­heit sowie für einen durch­gän­gig befahr­ba­ren Fuß- und Rad­weg ergrif­fen. Die­se Aspek­te sind für die Bewoh­ne­rin­nen und Bewoh­ner unse­rer Regi­on von gro­ßer Bedeu­tung. In die­ser Sit­zung haben Sie
vor­ge­tra­gen, dass in 2026/27 die Maß­nah­me begon­nen wer­den soll.

Jedoch haben wir nun erfah­ren, dass die vor­ge­se­he­nen Sperr­zei­ten für die Eisen­bahn­tras­se durch die Bahn auf das Jahr 2030 ver­scho­ben wur­den. Dies bedeu­tet eine wei­te­re Ver­zö­ge­rung in der Rea­li­sie­rung des Trog­baus in Sythen und hat weit­rei­chen­de Fol­gen für alle Anwoh­ner sowie die Ver­kehrs­in­fra­struk­tur. Die Tat­sa­che, dass das Pro­jekt nach jahr­zehn­te­lan­gen Pla­nun­gen und wie­der­hol­ten Zusa­gen nicht wie ursprüng­lich ver­spro­chen in die­sem Jahr umge­setzt wird, ist
inak­zep­ta­bel.

Wir for­dern eine umge­hen­de und trans­pa­ren­te Infor­ma­ti­on der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger über die aktu­el­len Ent­wick­lun­gen und die Grün­de für die Ver­zö­ge­rung. Es ist von essen­zi­el­ler Bedeu­tung, dass die betrof­fe­nen Anwoh­ner über den Sach­stand und die wei­te­ren Schrit­te infor­miert wer­den, um das Ver­trau­en in die Pla­nung und Durch­füh­rung sol­cher Pro­jek­te zu wahren.

Als SPD-Frak­ti­on in Hal­tern am See sehen wir uns in der Ver­ant­wor­tung, die Anlie­gen der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger in die­ser Ange­le­gen­heit zu ver­tre­ten und erwar­ten von Ihnen, dass Sie sich gemein­sam für die zeit­na­he Umset­zung des Pro­jekts einsetzen.

Wir wer­den an die­ser Stel­le über den wei­te­ren Ver­lauf berichten.