Die SPD spricht sich gegen die der­zeit vor­lie­gen­den Pla­nun­gen zur Erneue­rung und Neu­ge­stal­tung der Thie­stra­ße (Kreis­stra­ße 16) in Sythen aus. Anlass ist die Vor­la­ge 2026/069 über den grund­le­gen­den Umbau der für den Ort bedeu­ten­den Stra­ße, die in den kom­men­den Wochen im Kreis­aus­schuss und Kreis­tag bera­ten wer­den soll.

Kri­tisch sehen die Sozi­al­de­mo­kra­ten die vor­ge­se­he­ne Zer­stö­rung des Jahr­zehn­te gewach­se­nen Baum­be­stan­des ent­lang der Thie­stra­ße. Nach den aktu­el­len Pla­nun­gen könn­ten 26 Lin­den gefällt wer­den. Für die SPD sind die Lin­den ein prä­gen­der Bestand­teil des Orts­bil­des von Sythen und zugleich ein wich­ti­ger Bei­trag zur Auf­ent­halts- und Lebens­qua­li­tät der Bür­ge­rin­nen und Bürger. 

Thie­stra­ße

„Die Lin­den an der Thie­stra­ße sind weit mehr als nur Stra­ßen­be­gleit­grün. Ihre gro­ßen Kro­nen spen­den Schat­ten, ver­bes­sern das Mikro­kli­ma sowie die Luft­qua­li­tät und prä­gen den Cha­rak­ter des Stadt­teils. Ihr Ver­lust wäre ein schwer­wie­gen­der Ein­griff in die Lebens­qua­li­tät der Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner“, erklä­ren die Sozialdemokraten.

Die SPD for­dert den Kreis Reck­ling­hau­sen auf, die vor­lie­gen­den Pla­nun­gen grund­le­gend zu über­ar­bei­ten und Alter­na­ti­ven zu prü­fen. Dabei müs­se ins­be­son­de­re unter­sucht wer­den, ob durch ande­re Ver­kehrs­füh­run­gen oder ange­pass­te Aus­bau­va­ri­an­ten der wert­vol­le Baum­be­stand erhal­ten wer­den kann.

Dar­über hin­aus for­dert die SPD eine umfas­sen­de und trans­pa­ren­te Bür­ger­be­tei­li­gung, denn Poli­tik sei kei­ne Ein­bahn­stra­ße. Die Men­schen vor Ort müss­ten früh­zei­tig in die Pla­nun­gen ein­ge­bun­den wer­den und die Mög­lich­keit erhal­ten, ihre Vor­stel­lun­gen und Beden­ken einzubringen.

Inves­ti­tio­nen in die Stadt und ihre Infra­struk­tur sei­en zu begrü­ßen, aber eine zukunfts­fä­hi­ge Ver­kehrs­pla­nung dür­fe nicht ohne das Ein­bin­den der Bür­ge­rin­nen und Bür­ger sowie gegen den Erhalt gewach­se­ner und prä­gen­der hie­si­ger Struk­tu­ren erfolgen.