SPD for­dert Tem­po 30 auf dem Hell­weg und schär­fe­re Ver­kehrs­kon­trol­len in Sythen

Durch die Reform des Stra­ßen­ver­kehrs­rechts haben Städ­te heu­te mehr Spiel­raum für Tem­po­li­mits. Die Hal­ter­ner SPD-Frak­ti­on will die­se recht­li­chen Mög­lich­kei­ten nut­zen, um Gefah­ren­stel­len im Orts­teil Sythen zu ent­schär­fen. In einem aktu­el­len Antrag für die kom­men­de Rats­sit­zung for­dert die Frak­ti­on eine Tem­po-30-Zone auf dem Hell­weg sowie regel­mä­ßi­ge Radar­kon­trol­len im gesam­ten Quartier. 

Schutz für Kita- und Spiel­platz­kin­der hat Priorität

Kon­kret geht es um das Teil­stück des Hell­wegs zwi­schen dem Kreis­ver­kehr und der Ein­mün­dung Schal­weg. In die­sem Bereich lie­gen eine Kin­der­ta­ges­stät­te und ein Spiel­platz, wes­halb täg­lich vie­le Fami­li­en, Kin­der und Senio­ren zu Fuß unter­wegs sind. „Gera­de im Umfeld sen­si­bler Ein­rich­tun­gen muss die Ver­kehrs­si­cher­heit obers­te Prio­ri­tät haben“, begrün­det die SPD ihren Vor­stoß. Ein redu­zier­tes Tem­po senkt das Unfall­ri­si­ko dras­tisch und ver­kürzt Brems­we­ge im Ernst­fall ent­schei­dend. Dank jüngs­ter StVO-Refor­men sei­en die recht­li­chen Hür­den für Kom­mu­nen bei der Ein­rich­tung sol­cher Zonen an Kitas und Spiel­plät­zen spür­bar gesunken.

Gegen Raser: Schil­der rei­chen nicht aus

Zusätz­lich reagiert die SPD auf anhal­ten­de Beschwer­den von Anwoh­nen­den aus Sythen. Dem­nach wer­den die Geschwin­dig­keits­be­gren­zun­gen auf dem Hell­weg, der Markt­stra­ße und dem Schal­weg regel­mä­ßig miss­ach­tet. Die Markt­stra­ße wird zudem häu­fig als Durch­gangs­stra­ße miss­braucht, was das Sicher­heits­ge­fühl der Bür­ger mas­siv beeinträchtigt.

„Eine Ver­kehrs­be­ru­hi­gung ent­fal­tet ihre Wir­kung nur dann, wenn sie auch kon­trol­liert wird. Rei­ne Schil­der­po­li­tik reicht hier nicht aus“, erklärt Wolf­gang Kai­ser für die SPD-Frak­ti­on. „Wir brau­chen neben der neu­en Tem­po-30-Zone zwin­gend flan­kie­ren­de, regel­mä­ßi­ge Ver­kehrs­kon­trol­len und den Ein­satz von Geschwin­dig­keits­dis­plays. Nur so erwir­ken wir ein dau­er­haf­tes Umden­ken bei den Auto­fah­rern und gewähr­leis­ten nach­hal­tig die Sicher­heit für die Men­schen vor Ort.”

Der Antrag for­dert die Ver­wal­tung daher auf, für die Kon­trol­len zeit­nah und eng mit der zustän­di­gen Kreis­po­li­zei­be­hör­de zusammenzuarbeiten.